Eine Mutter, die sehr vermisst wird

Ein Gedicht von Dieter Kinzel
Schade das die Mutter nicht dabei sein konnte.
Nur weil sie sich im Himmel den Bauch sonnte.
Scherz beiseite,
ich hätte sie gerne bei meiner Hochzeit an meiner Seite.

Leider ist sie schon sehr früh verstorben.
Seit der Hochzeit fühle ich mich wie neu geboren.
Meine Mutter wäre mit meiner Wahl sehr zufrieden.
Sie hätte gelernt meine Frau zu lieben.

Sie hätte eine Schwiegertochter dazu bekommen.
Eine Familie zu gründen, wird sich für alle lohnen.
Schade ist auch, das sie ihr drittes Enkel nicht sehen kann.
Vielleicht wird es ja jetzt ein kleiner Mann.

So viel tut sie jetzt verpassen.
Den Tod werde ich immer hassen.
Zu früh hat er sie zu sich geholt.
Mit 66 hat sie es bestimmt nicht gewollt.

Jetzt wo ich ein zweites Mal geheiratet habe,
vermisse ich sie umso mehr.
Ich hätte für sie jetzt noch eine Gabe.
So sehr wie ich sie gehasst habe, habe ich sie geliebt sehr.

Ich wollte es mir nie eingestehen,
denn dafür ist in der Kindheit viel schreckliches geschehen.
Ich habe ihr schon längst verziehen,
das sie mich nicht konnte beschützen.
Mutter, den Namen habe ich ihr schon längst wieder verliehen.
Weiter mich krämen, würde mir auch nichts mehr nützen.

Mein neues Leben hat vor kurzem angefangen.
Ich habe mir eine bestimmte Krankheit eingefangen.
Von dieser möchte ich garnicht geheilt werden,
denn sie ist die beliebteste Krankheit auf Erden.

Diese Krankheit heißt Liebe.
Mit 50 sind erwacht noch einmal meine inneren Triebe.
Gegipfelt hat es mit der Gründung einer neuen Familie.

Informationen zum Gedicht: Eine Mutter, die sehr vermisst wird

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15.08.2014
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