Wenn Worte leiser werden
Ein Gedicht von
Claudia Behrndt
Am Ende bleibt, was leise trägt,
ein Wort, das sanft und nicht verletzt.
Wer hinhört, wie der Streit sich legt,
wird still, wenn klarer Sinn sich setzt.
Wer mehr verzeiht im stillen Raum,
der löst den harten Knoten bald.
Es löst sich fast wie in einem Traum,
was Schuld in uns zusammenhallt.
Denn wo man teilt statt Schuld zu wiegen,
da wächst aus Innehalten Glück.
Kein Streit kann uns dann mehr betrügen,
wenn Worte finden ihren Weg zurück.
So wird aus Lärm ein leises Sein,
aus harten Worten sanfte Ruh.
Wer hört, lässt Frieden bei sich ein
und schließt den alten Kreisen zu.
© Claudia Behrndt
´2017