Kissenkrise um Mitternacht
Ein Gedicht von
Claudia Behrndt
Ich bin müd, ring um den Schlaf,
die Gedanken jagen im Kreise.
Ich leg den Kopf ins Kissen brav,
doch keine Stund wird mir so leise.
Bin müde, doch das Schlafen schwer
weil meine Gedanken mich quälen.
Ich mach es bequem, ruh mich sehr,
doch will die Ruh mich noch fehlen.
Bin müd´ doch der Schlaf versteckt,
er flüstert: "Such mich in den Ecken!"
Ich kuschle mich ins Kissen, weck
mich selbst, was hält mich noch am Strecken.
Doch irgendwann kommt still die Ruh,
sie schleicht sich leise zu mir her.
Ich fall ins Träumen, Augen zu -
die Nacht wird endlich still und leer.
Vielleicht braucht Schlaf nur seine Zeit,
er kommt, wenn ich aufhör zu suchen.
Ich geb mich hin der Dunkelheit -
und lass die Nacht für mich schon buchen.
© Claudia Behrndt
20.09.2025