Der kleinste König - Wintergoldhähnchen

Ein Gedicht von Claudia Behrndt
Ein kleiner Traum auf nadelgrünem Ast,
ein Wesen, das kaum mehr als Federn wiegt -
es trägt die Krone, golden aufgemacht,
als ob ein Funke ihm im Scheitel liegt.

Ein Stückchen Zucker wiegt so viel wie du,
doch jagt er Läuse von der Tanne fort,
er schützt den Wald und singt sein Lied dazu
und hat im Nadelgrün sein kleinen Hort.

O kleiner Held, wer dich am Zweig erblickt -
begreift, der größte kann der kleinste sein,
ein Federchen, das durch die Wipfel blickt
und trägt die goldene Krone still im Schein.

So flieg, du kleines Wunder durch die Welt,
bei Frost und Wind, durch Nacht und Morgenlicht -
und zeig uns, was das Leben wirklich hält:
dass Größe oft im Kleinsten von uns spricht.

© Claudia Behrndt
20.02.2026

Informationen zum Gedicht: Der kleinste König - Wintergoldhähnchen

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22.04.2026
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