Wo der Himmel die Erde umarmt

Ein Gedicht von Birgit Klingebeil
Am Horizont als stolze Riesen stehen
die Berge im gleißenden Sonnenlicht.
Weit ins Land hinein sind sie zu sehen;
die Last der Epochen brach sie nicht.

Zeugen, so mächtig und unbezwingbar
ihre Pracht trotzt den Stürmen der Zeit.
Die karge Wand ist weithin sichtbar
und trägt ein eisig Kleid aus Ewigkeit.

Wenn sanft der Abend ihre Gipfel rötet
und Gold und Purpur auf den Firnen liegt,
schweigt auch der Wind, der oft hier flötet,
bis sich die Welt im tiefen Schweigen wiegt.

Menschen kommen, weichen und vergehen;
sind nur ein Hauch im großen Weltenlauf.
Doch diese Riesen werden ewig stehen
und blicken stumm zum Sternenzelt hinauf.




© Birgit Klingebeil
[2026]

Informationen zum Gedicht: Wo der Himmel die Erde umarmt

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31.05.2026
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