Feuchte Nebeltage

Ein Gedicht von Birgit Klingebeil
Ein nasses Tuch aus mattem Grau
drückt auf den Tag wie Blei so schwer.
Im fahlen, feuchten Morgentau
fühlt sich das Herz da seltsam leer.

Verloren scheint das Farbenspiel,
der Wind weht durch das welke Laub.
Erreicht die Seele nicht das Ziel,
wird aller Hoffnung Glanz zu Staub.

Es wird ein Tag der tristen Ruh',
die Sonne scheint heut' nimmermehr.
So lassen wir die Wehmut zu
und sehnen uns nach Wärme sehr.

Doch brennt im Haus ein kleines Licht,
ein sanfter Schein im Dunkel lacht.
Die Kälte uns das Herz nicht bricht,
wenn still die Zuversicht erwacht.



© Birgit Klingebeil
[2026]

Informationen zum Gedicht: Feuchte Nebeltage

01.11.2026
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