Ein flüchtiges Gut

Ein Gedicht von Birgit Klingebeil
Noch keiner hielt sie jemals auf,
sie nimmt das Gestern mit im Lauf.
Und nur im Ticken einer alten Uhr
hinterlässt sie leise eine zarte Spur.

Dem Glücklichen enteilt sie schnell,
im Dunkeln ist sie kaum noch hell.
Sie ist der Bildhauer in uns’rer Welt,
der alles wandelt, aber nichts behält.

Und suchst du sie im Augenblick,
schaut sie nicht mehr zu dir zurück.
Doch ist sie nichts, was uns entgleitet,
sondern der Raum, der uns begleitet.

Auch ist sie keine Last und Plage,
drum stell dich in den Wind der Tage.
Lass dich treiben, schwimm ein Stück.
Die Zeit, das ist der Weg zum Glück.



© Birgit Klingebeil
[2026]

Informationen zum Gedicht: Ein flüchtiges Gut

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12.04.2026
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