Aus dem nichts

Ein Gedicht von Andreas Hanschke
Wenn einfach die Zeit  still steht,
deine Welt sich unrund dreht,
alles in Zeitlupe läuft
und dein Schmerz sich endlos häuft.
Wenn du nur noch funktionierst,
die Realität verlierst,
wenn dein Glaube nicht mehr reicht,
einer tiefen Leere weicht.
War das Wichtigste gesagt,
liebes Wort, statt angeklagt?
Hinterfrage nicht die Schuld,
gib nicht auf, habe Geduld.
Du lernst atmen, sehen, gehn,
wieviel Zeit auch wird vergehn,
es wird dein Absturz, dein Flug,
denn Zeit bleibt dir nicht genug.
Du versinkst und schaffst es kaum,
zu entfliehen dem Alptraum
und je näher Leben rückt,
es dich weiter runter drückt.
Doch dein Himmel, er bleibt dein,
neuer Stern für dich allein.
Er weist dir nun deinen Weg,
ist im Lebensmeer dein Steg.
Öffne deine Traurigkeit,
sei zu Leben auch bereit,
dein Stern macht, dass du vermisst
und das du niemals vergisst.

Informationen zum Gedicht: Aus dem nichts

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15.10.2018
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