| Titel | ||||
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| 31 | Sehnsucht | |||
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Vorschautext: Wenn im Herbst die Vögel ziehen in Gefilde fern von hier, möcht‘ ich gerne mit entfliehen folgen diesem Drang in mir. Wie Posaunen tönt‘s von weitem wenn des Kranichs Ruf erschallt, könnt’ ich doch den Flug begleiten, schweben über Feld und Wald. Reihen ein mich in die Kette der graziösen Vogelschar, ach, ich wünschte mir, ich hätte ein geschwungnes Flügelpaar. ... |
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| 30 | Die Kastanie | |||
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Vorschautext: Grün und stachlig hängt sie da an dem Baum wie jedes Jahr. Platzt dann auf die enge Hülle, sieht man sie in ganzer Fülle, braun gefärbt mit hellem Bauch und schön glänzen tut sie auch. Wenn sie dann zu Boden fällt, ist es herbstlich meist bestellt. Jedes Kind sich danach bückt, auch Erwachsene sind entzückt, die Kastanie zu berühren und sie in der Hand zu spüren. ... |
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| 29 | Frühlingsgefühle | |||
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Vorschautext: Es war einmal ein Kröterich, der wollte gern vermehren sich. Es zog ihn zu den nahen Teichen, wo stets im Frühjahr Kröten laichen. Im warmen Licht der Abendröte traf er schon bald 'ne hübsche Kröte. Er krabbelte auf ihren Rücken und quakte freudig vor Entzücken. Bald würde er mit ihr verkehren, nur noch die Straße überqueren. Und als im Huckepack das Paar mitten auf der Fahrbahn war, ... |
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| 28 | Die Moritat von der Mücke | |||
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Vorschautext: Das Licht ist aus, ich möchte schlafen, ich bin umringt von lauter Schafen. Sie springen über einen Zaun, ich gleite sanft in einen Traum. Doch plötzlich ein Geräusch mich weckt, verursacht durch ein Fluginsekt. Am linken Ohr es leise summt, und bald darauf der Ton verstummt. Jetzt macht sich Panik in mir breit, zum Handeln ist es höchste Zeit. Denn wenn das Tier die Haut berührt, wird gleich der Rüssel eingeführt. ... |
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| 27 | Ein Traum verleiht Flügel | |||
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Vorschautext: Ein Rabe sitzt auf einem Ast tiefschwarz glänzt sein Gefieder, er macht vom Fliegen eine Rast, 'ne Feder schwebt hernieder. Sie landet auf dem Stachelkleid von einem kleinen Igel, macht sich auf seinem Rücken breit, als hätt' er einen Flügel. Der Rabe find' das gar nicht gut, beginnt nun wild zu zetern, ... |
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| 26 | Die Pointe | |||
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Vorschautext: Eine Ente schwamm im Weiher, ihr Federkleid war ramponiert, es hatte ihr im Streit ein Reiher vom Schwanz die Federn extrahiert. Am Ufer ein Poet sinnierte, ein Staunen trat in sein Gesicht, als er den Vogel anvisierte, schrieb er sogleich ein Kurzgedicht. Zuerst war Mitleid sein Gedanke als er die Reime niederschrieb, ... |
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| 25 | Der Specht | |||
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Vorschautext: Ein dürrer Baum, die Äste kahl, lädt ein den Specht zum Mittagsmahl. Der Vogel sich dort niedersetzt, denn totes Holz stets hoch er schätzt. Er wittert darin fette Maden, fühlt sich zum Festmahl eingeladen. Mit seinem Schnabel hackt er zu, sein Trommeln stört die Mittagsruh'. Der Klang heut' kommt ihm komisch vor, metallisch dröhnt' s in seinem Ohr. Das Klopfen macht 'nen Höllenkrach an der Antenne auf dem Dach. |
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| 24 | Die Feldmaus | |||
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Vorschautext: Auf einem Feld sitzt eine Maus, die lebte einst in Saus und Braus. Getreide gab' s im Überfluss und selten hatte sie Verdruss. Nachdem jedoch das Korn gemäht, hat sich ihr Schicksal nun gedreht. Hunger muss das Tier erleiden, mit Schmalkost sich ab jetzt bescheiden. Auch ist zerstört ihr warmes Nest, der Regen gibt ihr noch den Rest. Hungrig und ganz durchgefroren hat fast sie ihren Mut verloren. ... |
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| 23 | Der Infekt | |||
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Vorschautext: Fühlt’ ich mich eben noch gesund, fliegt mir ein Virus in den Mund. Er setzt sich auf der Schleimhaut nieder und macht mir alsbald schwere Glieder. Die Keime sich rasant vermehren und an meinen Kräften zehren. Die Nase läuft, mein Hals tut weh, der Rachen brennt vom Nasenspray. Pelzig belegt ist meine Zunge, gequält vom Hustenreiz die Lunge. Mir scheint’ s, ich vegetiere nur und stetig steigt die Temperatur. ... |
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| 22 | Die Blattlaus | |||
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Vorschautext: Auf des Blattes Unterseit' macht sich eine Blattlaus breit. Sie schiebt den Rüssel bis zum Schaft hinein ins Blatt und saugt den Saft. Das grüne Laub beginnt zu welken, gern lässt die Blattlaus sich nun melken. Dies macht auf altbewährte Weise mit ihren Fühlern die Ameise. So scheidet süßen Tau sie aus, wenn gekitzelt wird die Laus. Nun steht auf einer Blumenwiese ... |
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| 21 | Der reinste Genuss | |||
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Vorschautext: Tief atmend schläft im warmen Stroh ein Ferkel bei der Mutter, der Bauer sieht' s und lächelt froh, denn es steht gut im Futter. Von Zitzen träumt das kleine Schwein, mit Muttermilch gefüllt, prall und rund und nicht zu klein, von Stallgeruch umhüllt. Das Ferkel aus dem Traum erwacht, verspürt gleich Appetit, ... |
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| 20 | Schwer bekömmlich | |||
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Vorschautext: Über eine Wiese schlich ein Fuchs mit leerem Magen. Er fand ein Nest und freute sich, weil Eier darin lagen. Gierig er sogleich verschlang das ganze Eigelege, doch kurz darauf nach Luft er rang und sein Verstand wurd' träge. Dem armen Fuchs war gar nicht wohl, ihn Schwindel überkam, benebelt wie von Alkohol 'ne Stimme er vernahm. ... |
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| 19 | Grillen im Sommer | |||
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Vorschautext: Am Halm von einem Rispengras saß eine junge Grille, das zarte Grün sie hungrig fraß, am Waldrand herrschte Stille. Und als gesättigt war das Tier, begann's zu musizieren, ein Weibchen hüpfte durch's Revier, sie galt es zu verführen. Ein Storch durch's hohe Gras nun schritt, er schnappte das Insekt, ... |
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| 18 | Keine Panik | |||
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Vorschautext: Es sprachen einst im Wiesengrund zwei Kühe miteinander, sie fühlten beide sich gesund und hießen Ruth und Wanda. „Wie schrecklich ist doch Rinderwahn,“ sprach Wanda ganz erregt und spürte schier das Unheil nah'n, von Panik schon bewegt. Da zuckte Ruth nur mit dem Ohr, ihr Euter wippte nach, ... |
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| 17 | Was bleibt | |||
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Vorschautext: Stolz trägt im Herbst die Hagebutte rot leuchtend ihre edle Kutte. Sie präsentiert am Wegesrand im Sonnenlicht ihr Festgewand. Im Frühling fast in gleicher Pose war sie erblüht als Heckenrose, bis sie verlor ihr zartes Kleid, der Lohn für zu viel Eitelkeit? Nein, nur verwandelt wie ein Falter, zeigt wahre Schönheit sie im Alter. Der Winter naht, leis' fällt der Schnee, was bleibt, ist Hagebutten-Tee. ... |
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| 16 | Die Weihnachtsspinne | |||
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Vorschautext: In einer Tanne, hübsch geschmückt, vom Fuße bis zur Zinne, saß zwischen Zweigen gut versteckt, ganz schläfrig eine Spinne. Das arme Tier war aufgewacht und wunderte sich sehr, statt Kälte, Wind und dunkler Nacht war Wärme rings umher. Geblendet von der Lichterpracht, ließ sich an dünner Strippe die Spinne nun herab ganz sacht bis in die Weihnachtskrippe. ... |
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| 15 | Eisfüße | |||
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Vorschautext: Kalte Füße sind ein Grauen, davon betroffen sind meist Frauen, denn die Durchblutung klappt nicht recht bei dem weiblichen Geschlecht. Ein femininer Gen-Defekt, der scheinbar in den Beinen steckt, am Abend meist er sich entfaltet und jeder zarte Fuß erkaltet. Wenn Frauen an den Füßen frieren, sie ganz spontan die Lust verlieren. ... |
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| 14 | Froschperspektive | |||
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Vorschautext: Im Teich auf einem Rosenblatt ein Frosch nach Mücken jagt. vom langen Warten schon ganz matt, der Hunger an ihm nagt. Ein kleiner Hund am Ufer steht, sein Blick ist leicht verwirrt, genervt er sich im Kreise dreht, von Mücken wild umschwirrt. Vom Schicksal fühlt der Frosch nun sich gar jämmerlich missachtet, ... |
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| 13 | Die Hummel | |||
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Vorschautext: Mit Flügeln kurz wie kleine Stummel schwirrt durch das bunte Blumenbeet die gelb und schwarz gefärbte Hummel, tagein, tagaus, von früh bis spät. Sie sammelt emsig Blütenpollen, soviel sie transportieren kann und trägt am Schenkel ihn wie Knollen, als hätt' sie Pluderhosen an. Nun landet sie mit ihrer Fracht auf einer Pomeranze ... |
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| 12 | Wärme im Herzen | |||
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Vorschautext: Draußen ist es bitterkalt, der Frost zieht ein in jeden Spalt. Fahl erscheint das Tageslicht, dünn ist noch des Eises Schicht auf dem Schilf umringten Teich, alles wirkt nun kahl und bleich. Erstarrt vor Kälte ist der Baum, versetzt in einen tiefen Traum. Kristalle glitzern auf dem Feld, wenn Mondlicht auf die Erde fällt. Eisig weht der Wind von Ost und überzieht das Land mit Frost. ... |
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