Profil von Josef Festing

Typ: Autor
Registriert seit dem: 04.09.2011
Alter: 71 Jahre

Kontakt Daten


E-Mail-Adresse:
Josef.festing@gmx.de

Homepage:
http://www.joseffesting.de

Statistiken


Anzahl Gedichte: 51
Anzahl Kommentare: 14
Gedichte gelesen: 248.569 mal
Sortieren nach:
Titel
31 Sehnsucht
Vorschautext:
Wenn im Herbst die Vögel ziehen
in Gefilde fern von hier,
möcht‘ ich gerne mit entfliehen
folgen diesem Drang in mir.
Wie Posaunen tönt‘s von weitem
wenn des Kranichs Ruf erschallt,
könnt’ ich doch den Flug begleiten,
schweben über Feld und Wald.
Reihen ein mich in die Kette
der graziösen Vogelschar,
ach, ich wünschte mir, ich hätte
ein geschwungnes Flügelpaar.
...
30 Die Kastanie
Vorschautext:
Grün und stachlig hängt sie da
an dem Baum wie jedes Jahr.
Platzt dann auf die enge Hülle,
sieht man sie in ganzer Fülle,
braun gefärbt mit hellem Bauch
und schön glänzen tut sie auch.
Wenn sie dann zu Boden fällt,
ist es herbstlich meist bestellt.
Jedes Kind sich danach bückt,
auch Erwachsene sind entzückt,
die Kastanie zu berühren
und sie in der Hand zu spüren.
...
29 Frühlingsgefühle
Vorschautext:
Es war einmal ein Kröterich,
der wollte gern vermehren sich.
Es zog ihn zu den nahen Teichen,
wo stets im Frühjahr Kröten laichen.
Im warmen Licht der Abendröte
traf er schon bald 'ne hübsche Kröte.
Er krabbelte auf ihren Rücken
und quakte freudig vor Entzücken.
Bald würde er mit ihr verkehren,
nur noch die Straße überqueren.
Und als im Huckepack das Paar
mitten auf der Fahrbahn war,
...
28 Die Moritat von der Mücke
Vorschautext:
Das Licht ist aus, ich möchte schlafen,
ich bin umringt von lauter Schafen.
Sie springen über einen Zaun,
ich gleite sanft in einen Traum.
Doch plötzlich ein Geräusch mich weckt,
verursacht durch ein Fluginsekt.
Am linken Ohr es leise summt,
und bald darauf der Ton verstummt.
Jetzt macht sich Panik in mir breit,
zum Handeln ist es höchste Zeit.
Denn wenn das Tier die Haut berührt,
wird gleich der Rüssel eingeführt.
...
27 Ein Traum verleiht Flügel
Vorschautext:
Ein Rabe sitzt auf einem Ast
tiefschwarz glänzt sein Gefieder,
er macht vom Fliegen eine Rast,
'ne Feder schwebt hernieder.

Sie landet auf dem Stachelkleid
von einem kleinen Igel,
macht sich auf seinem Rücken breit,
als hätt' er einen Flügel.

Der Rabe find' das gar nicht gut,
beginnt nun wild zu zetern,
...
26 Die Pointe
Vorschautext:
Eine Ente schwamm im Weiher,
ihr Federkleid war ramponiert,
es hatte ihr im Streit ein Reiher
vom Schwanz die Federn extrahiert.

Am Ufer ein Poet sinnierte,
ein Staunen trat in sein Gesicht,
als er den Vogel anvisierte,
schrieb er sogleich ein Kurzgedicht.

Zuerst war Mitleid sein Gedanke
als er die Reime niederschrieb,
...
25 Der Specht
Vorschautext:
Ein dürrer Baum, die Äste kahl,
lädt ein den Specht zum Mittagsmahl.
Der Vogel sich dort niedersetzt,
denn totes Holz stets hoch er schätzt.
Er wittert darin fette Maden,
fühlt sich zum Festmahl eingeladen.
Mit seinem Schnabel hackt er zu,
sein Trommeln stört die Mittagsruh'.
Der Klang heut' kommt ihm komisch vor,
metallisch dröhnt' s in seinem Ohr.
Das Klopfen macht 'nen Höllenkrach
an der Antenne auf dem Dach.
24 Die Feldmaus
Vorschautext:
Auf einem Feld sitzt eine Maus,
die lebte einst in Saus und Braus.
Getreide gab' s im Überfluss
und selten hatte sie Verdruss.
Nachdem jedoch das Korn gemäht,
hat sich ihr Schicksal nun gedreht.
Hunger muss das Tier erleiden,
mit Schmalkost sich ab jetzt bescheiden.
Auch ist zerstört ihr warmes Nest,
der Regen gibt ihr noch den Rest.
Hungrig und ganz durchgefroren
hat fast sie ihren Mut verloren.
...
23 Der Infekt
Vorschautext:
Fühlt’ ich mich eben noch gesund,
fliegt mir ein Virus in den Mund.
Er setzt sich auf der Schleimhaut nieder
und macht mir alsbald schwere Glieder.
Die Keime sich rasant vermehren
und an meinen Kräften zehren.
Die Nase läuft, mein Hals tut weh,
der Rachen brennt vom Nasenspray.
Pelzig belegt ist meine Zunge,
gequält vom Hustenreiz die Lunge.
Mir scheint’ s, ich vegetiere nur
und stetig steigt die Temperatur.
...
22 Die Blattlaus
Vorschautext:
Auf des Blattes Unterseit'
macht sich eine Blattlaus breit.
Sie schiebt den Rüssel bis zum Schaft
hinein ins Blatt und saugt den Saft.
Das grüne Laub beginnt zu welken,
gern lässt die Blattlaus sich nun melken.
Dies macht auf altbewährte Weise
mit ihren Fühlern die Ameise.
So scheidet süßen Tau sie aus,
wenn gekitzelt wird die Laus.

Nun steht auf einer Blumenwiese
...
21 Der reinste Genuss
Vorschautext:
Tief atmend schläft im warmen Stroh
ein Ferkel bei der Mutter,
der Bauer sieht' s und lächelt froh,
denn es steht gut im Futter.

Von Zitzen träumt das kleine Schwein,
mit Muttermilch gefüllt,
prall und rund und nicht zu klein,
von Stallgeruch umhüllt.

Das Ferkel aus dem Traum erwacht,
verspürt gleich Appetit,
...
20 Schwer bekömmlich
Vorschautext:
Über eine Wiese schlich
ein Fuchs mit leerem Magen.
Er fand ein Nest und freute sich,
weil Eier darin lagen.
Gierig er sogleich verschlang
das ganze Eigelege,
doch kurz darauf nach Luft er rang
und sein Verstand wurd' träge.
Dem armen Fuchs war gar nicht wohl,
ihn Schwindel überkam,
benebelt wie von Alkohol
'ne Stimme er vernahm.
...
19 Grillen im Sommer
Vorschautext:
Am Halm von einem Rispengras
saß eine junge Grille,
das zarte Grün sie hungrig fraß,
am Waldrand herrschte Stille.

Und als gesättigt war das Tier,
begann's zu musizieren,
ein Weibchen hüpfte durch's Revier,
sie galt es zu verführen.

Ein Storch durch's hohe Gras nun schritt,
er schnappte das Insekt,
...
18 Keine Panik
Vorschautext:
Es sprachen einst im Wiesengrund
zwei Kühe miteinander,
sie fühlten beide sich gesund
und hießen Ruth und Wanda.

„Wie schrecklich ist doch Rinderwahn,“
sprach Wanda ganz erregt
und spürte schier das Unheil nah'n,
von Panik schon bewegt.

Da zuckte Ruth nur mit dem Ohr,
ihr Euter wippte nach,
...
17 Was bleibt
Vorschautext:
Stolz trägt im Herbst die Hagebutte
rot leuchtend ihre edle Kutte.
Sie präsentiert am Wegesrand
im Sonnenlicht ihr Festgewand.
Im Frühling fast in gleicher Pose
war sie erblüht als Heckenrose,
bis sie verlor ihr zartes Kleid,
der Lohn für zu viel Eitelkeit?
Nein, nur verwandelt wie ein Falter,
zeigt wahre Schönheit sie im Alter.
Der Winter naht, leis' fällt der Schnee,
was bleibt, ist Hagebutten-Tee.
...
16 Die Weihnachtsspinne
Vorschautext:
In einer Tanne, hübsch geschmückt,
vom Fuße bis zur Zinne,
saß zwischen Zweigen gut versteckt,
ganz schläfrig eine Spinne.
Das arme Tier war aufgewacht
und wunderte sich sehr,
statt Kälte, Wind und dunkler Nacht
war Wärme rings umher.
Geblendet von der Lichterpracht,
ließ sich an dünner Strippe
die Spinne nun herab ganz sacht
bis in die Weihnachtskrippe.
...
15 Eisfüße
Vorschautext:
Kalte Füße sind ein Grauen,
davon betroffen sind meist Frauen,
denn die Durchblutung klappt nicht recht
bei dem weiblichen Geschlecht.

Ein femininer Gen-Defekt,
der scheinbar in den Beinen steckt,
am Abend meist er sich entfaltet
und jeder zarte Fuß erkaltet.

Wenn Frauen an den Füßen frieren,
sie ganz spontan die Lust verlieren.
...
14 Froschperspektive
Vorschautext:
Im Teich auf einem Rosenblatt
ein Frosch nach Mücken jagt.
vom langen Warten schon ganz matt,
der Hunger an ihm nagt.

Ein kleiner Hund am Ufer steht,
sein Blick ist leicht verwirrt,
genervt er sich im Kreise dreht,
von Mücken wild umschwirrt.

Vom Schicksal fühlt der Frosch nun sich
gar jämmerlich missachtet,
...
13 Die Hummel
Vorschautext:
Mit Flügeln kurz wie kleine Stummel
schwirrt durch das bunte Blumenbeet
die gelb und schwarz gefärbte Hummel,
tagein, tagaus, von früh bis spät.

Sie sammelt emsig Blütenpollen,
soviel sie transportieren kann
und trägt am Schenkel ihn wie Knollen,
als hätt' sie Pluderhosen an.

Nun landet sie mit ihrer Fracht
auf einer Pomeranze
...
12 Wärme im Herzen
Vorschautext:
Draußen ist es bitterkalt,
der Frost zieht ein in jeden Spalt.
Fahl erscheint das Tageslicht,
dünn ist noch des Eises Schicht
auf dem Schilf umringten Teich,
alles wirkt nun kahl und bleich.
Erstarrt vor Kälte ist der Baum,
versetzt in einen tiefen Traum.
Kristalle glitzern auf dem Feld,
wenn Mondlicht auf die Erde fällt.
Eisig weht der Wind von Ost
und überzieht das Land mit Frost.
...