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Gedichte über Alltägliches - Seite 490


Die Zahl

Die Zahl, als sie noch ganz klein war,

war ässerst übersichtlich, klar.

So viele Finger, wie die Hand,

war einst das Mass im Sipp`-Verband.

War´n die zu wenig, war das Ziel,

dann alle Finger und noch viel.

Die Mayas hatten sich gedacht

wie man es komplizierter macht.

Sie rechneten im Zwölfer-Schritt,

die andern machten dies nicht mit.

Das ganze wurd´ jedoch erst übel,

betrachtet man die Zahl´n der Bibel.

Wenn Menschen so neunhundert Jahr,

wie ´s mit Methusalem geschah,

dann sind wohl Zweifel angebracht,

was wer denn da mit Zahlen macht.

Die Fehler mehrten sich zu Hauf,

die Lösung war, man schrieb sie auf.

In Rom wurde die Zehn zum X,

mit fälschungssicher war da nix.

Gewieft der Wirt, er macht im Nu,

ein X bei Zechen aus dem U*

Ein Araber mit viel Verstand

was wichtig war, die Null erfand.

Man konnte zählen, rechnen dann,

wenn ´s gross wurd´, hängte man sie an.

Die Nullen, ihr könnt es erraten,

warn so bedeutend, dass bei Staaten

und öfter auch an Firmenspitzen,

die Nullen heute vorne sitzen.

Auch jemand, den es sehr bedrängt,

die Schritte zu der Türe lenkt,

auf der zwei Nullen sind geschrieben.

Kurz um, die Null ist zum Verlieben.

Doch wenn die Zahl wird allzu zu gross,

ist man die Übersicht schnell los

und dies geschieht so nebenbei

lebt man nicht immer Schuldenfrei.

Beim Staatshaushalt und Terra-Flops

geht der Verstand zu weilen hopps.

Ziel ist es bei den vielen Nullen,

die Leute doch nur einzulullen.

So wurd Arabische Kultur

als Instrument des Terrors nur.



* das U wurde wegen der Schrifttafeln der Römer zu V (also 5, wenn man es als Zahl interpretierte, schnell konnte ein Wirt daraus durch Verlängerung der Striche ein X also 10 machen. Daher das Sprichwort: ein X für ein U vormachen!
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Meine Gedanken am Abend

Ich habe gerade wieder die Abendschau gesehen.
Da war schon wieder so ein Politiker zu sehen
Der schimpfte ständig auf die Bürger in Deutschland,
Weil er sie an vielen Missständen für schuldig fand.
Da waren ihm zuwenig Menschen zur Wahl gegangen.
Na gut ich hab gewählt aber ich war schon befangen
Wenn ich mit 80 Jahren zur Wahl gehen soll.
Dann find ich den Einfall mit einer „Urne“ schon gar nicht toll
Und wenn er schimpft kann ich das auch verstehen
Denn wenn er Konkurrenz bekommt, könnt man ihn übersehen
So wettert er gegen „Normalos“ die dauernd lügen,
Und die sogar andere Leute betrügen
Und solche die ihr gegebenes Wort sogar brechen.
Nur bei ihm heißt dieses Wort Wahlversprechen.
Ein Politiker ist kein normaler Mensch, wirklich nicht!
Wenn ich zwei Backen sehe, denke ich auch nicht nur an ein Gesicht.
Manchmal denk ich dabei an so etwas wie Darmwind.
Ja die meisten Menschen werden einmal

das was sie später sind.
Politiker können mich gar nicht mehr herauslocken.
Bei denen klingeln sämtliche Alarmglocken,
denn bei ihren Gehirnhälften ist es wie bei meinen Socken
Meist ist nur eine da, trotz allem Locken.
Aber Gott schuf ja auch den Politiker
Doch als er fertig war sagte er zum Teufel: „Bitte, der
Gehört ab sofort zu Deiner Mannschaft
Und Du übernimmst für ihn die Bürgschaft.“
Der schlug die Hände über dem Kopf: „Diese Eiterbeulen!“
Seitdem sitz er in der Ecke und ist am Heulen.
Von unserer Kanzlerin hab ich grad eine Rede gehört.
Da schien mir der Sprachfluss ziemlich gestört.
Immer wenn es ihr die Sprache verschlagen hat
Muss sie eine Rede halten, ja, so is dat!
Die Stühle im Bundestag sind ständig dienstbereit.
Ich bewundere ihre einmalige Gelassenheit.
Sie haben sicherlich ein Stillhalteabkommen
Mi allen Arten von Hintern die vorkommen.
Dort bewirbt sich grad auch ein Kandidat
Um den Titel: Das Fleisch gewordene Überhangmandat.
Beim Aussehen können manchmal eben Wunder geschehen.
Aber nicht einmal ein Schnitzel muss immer „bekloppt“ aussehen.
Und mir fällt dazu nur noch ein:
„Die Fettsten werden die Schwersten sein!“
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