Zwischen Welten

Ein Gedicht von Max Vödisch
Frag nicht nach dem dichten Rauch,
der mich wie ein Schleier hält;
wenn der Lärm die Erde verschlingt,
baut Schweigen mir eine Gegenwelt.

Frag nicht nach dem schnellen Geld,
das wie loser Sand verrinnt;
ich bezahle jede Nacht
für den Ton, der nie beginnt.

Frag nicht nach dem blassen Sinn,
den mein Blick im Dunkel sucht;
längst verrostet ruht die Nadel,
und kein Stern weist aus der Flucht.

Ich lebe zwischen Welten,
in einem Raum aus Staub und Glas,
wo die Fragen Kreise ziehen
und kein Vogel erkennt sein Maß.

Informationen zum Gedicht: Zwischen Welten

07.10.2026
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