Zwischen Sternenstaub und Erde

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Die Seele
tritt alt ans Licht,
mit Staub von Sternen
in den unsichtbaren Falten.

Sie wird sanfter,
heller,
durchsichtiger,
während die Jahre
den Körper beschweren.

Der Körper
blüht auf
in seinem süßen Irrtum,
er sei von Dauer.

Die Zeit nimmt ihn
langsam zurück
in ihre ernste Hand.

Wir alle
häuten uns zur Leichtigkeit
und
verdichten uns
zur Erde.

Und am Ende
ist da vielleicht
nichts als Stille –
und in ihr
ein kaum hörbares Leuchten.

Informationen zum Gedicht: Zwischen Sternenstaub und Erde

10 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
16.04.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Chandrika Wolkenstein) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.