Zwischen Nacht und Morgen
An jedem Abend wird es dunkel,
hinter Fenstern tanzen Schatten,
Falter schwirren um die Lichter,
bis ihre Flügel still verglühen.
Der Marktplatz liegt so leer verlassen,
schon rücken Kehrmaschinen an,
weil Blumen welk am Boden liegen,
nur der Brunnen gurgelt leis.
Tag und Nacht gehn Hand in Hand,
die Sehnsucht ist mein treuer Freund,
Gedanken drehen ihre Kreise,
während Dunkelheit verweilt.
Irgendwo da singt ein Vogel
zarter Ton, so hell und klar,
tief im großen Lebensgarten ,
lässt er mich nun glücklich sein.
Der Weckruf hallt aus weiter Ferne,
mahnt mich, nunmehr wach zu sein,
er erzählt von all den Farben,
die am Tage auf mich warten.
Die Sonne drängt die Nacht beiseite,
der Himmel leuchtet strahlend blau,
ich atme auf und denke mir:
Hoffnung wohnt in jedem Morgen.
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