Zwischen Nacht und Morgen

Ein Gedicht von Marcel Strömer
Am äußersten Rand
liegt das Ende wie ein fernes Raunen.
Und doch erzittert das Leben,
wenn es seinen Namen hört.

Es sieht die Hand im Dunkel,
nicht den Becher aus Licht,
der ihm hingereicht wird.

So scheut das Herz die Nähe,
als stünde es vor dem Einsturz.
Denn wo Liebe aufwacht,
verliert das Ich sein festes Gewicht.

Der alte Herrscher im Innern
beginnt zu schweigen,
wenn Hingabe spricht.

Lass die Schatten der Nacht vergehen,
löse die Fesseln, die dich halten,
begrüsse ein Herz wie aufgehendes Licht.


© Marcel Strömer
[Magdeburg, 10.01.2026]

Informationen zum Gedicht: Zwischen Nacht und Morgen

12 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
10.01.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Marcel Strömer) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
Anzeige