Zweizeiler

Ein Gedicht von Eva Pietsch
Verliebt überreichte die Windhose
der Windjacke eine Windrose.

Dem Windhund graute
vor einer Flaute.

Nach dem Mahlvorgang ist Wasser
feiner als zuvor und nasser.

Zu träumen darf man sich erlauben.
Man muss deshalb ja nicht dran glauben.

Utopien erfordern nach meiner Auffassung
zuerst eine grobe Richtungsanpassung.

Ein gut‘s Maß an Gelassenheit
bewahrt vor Missgunst, Groll und Neid.

Ein Rezept für Frieden auf Erden?
In Frieden zu lassen und gelassen zu werden.

Allmählich gelang mir im Laufe von Jahren
Zu Exzellenz etwas Abstand zu wahren.

Der Rechtschaffenen Rechtschaffenheit
bin ich manchmal herzlich leid.

Den Irrsinn nehme ich zur Kenntnis,
jedoch nicht ohne Unverständnis.

Mag Bescheidenheit auch Zier sein,
mehr bringt eindeutig die Gier ein.

Das in Altöl frittierte Fischfilet
zu verspeisen, war nicht die beste Idee.

Das Internet ist nicht das Wahre.
Ich geb‘ ihm höchstens noch zwei Jahre.

Am besten weilt im Hier und Jetzt,
wer in sich ruht und sich nicht hetzt.

Am besten schmeckt Essen, wie du weißt,
nur dann, wenn du es selbst verspeist.

Richte dein unermüdliches Streben
am besten auf Taten, die Sinn ergeben!

Informationen zum Gedicht: Zweizeiler

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21.08.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Eva Pietsch) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.