Zwei Schönheiten
Zwei Schönheiten
Als wären sie den Impressionisten vorausgeeilt,
So sehe ich Dürers Agnes und Hendrickje, schlafend.
Mit ihren Bildern haben die Genies uns mitgeteilt,
Dass Jugend. Liebe und Schönheit nie strafend,
Sondern lenzend und leuchtend eins ums andere Mal.
Mit wenigen Strichen die geliebte junge Frau so zu malen,
Das wir Heutigen immer noch in ihren Bann gezogen
Spüren der Lebens- und Liebeslust überlautes Nachhallen,
Mit dem die beiden Herren sich ganz hingezogen
Von ihrer Liebsten den Blick nicht mehr lasen können,
Um ihre Freude mit raschen Strichen zu versöhnen.
Sehr harmonisch und doch ganz lebensnah
Spüren wir als Schauende die liebenden Genies,
Wie sie ganz und gar für ihre Schönen da,
So dass man keinen einzigen Strich wegließ
Und doch minimal und rasch aufs Blatt gebracht,
Wo uns bis heute Schönheit und Jugend anlacht.
©Hans Hartmut Karg
2026
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