"Zweckdienliche" Kommunikation

Ein Gedicht von Ingrid Baumgart-Fütterer
- Fiktion -

Er gibt thematisch
die Richtung vor,
blockt Alternativen ab,
brilliert mit seinem Wissen,
bei Gesprächspartnern,
die nicht mithalten können.
Er inszeniert sich,
indem er Weisheiten
zum Besten gibt, dabei
mit seiner Kompetenz
alle anderen überstrahlt.
Es muss in Gesprächen
immer für ihn etwas
herausspringen, das ihn
zum Vorteil gereicht.
In der Rolle des Besserwissers,
der andere kritisiert, belehrt,
fühlt er sich am wohlsten.
Er versteht sich darauf,
eigene Interessen zu Lasten
anderer durchzusetzen
und zwingt sie dabei subtil
in Rollen, die ihm eigene
Regieanweisungen erleichtern.
Verbale Manipulationen
sind ihm stets zweckdienlich,
jedes Zusammensein muss für
ihn Gewinn abwerfen,
alles andere wäre für ihn
reine Zeitverschwendung.

Informationen zum Gedicht: "Zweckdienliche" Kommunikation

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31.01.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Ingrid Baumgart-Fütterer) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.
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