Zum 1. Mai

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Zum 1. Mai

Vom heidnischen Fruchtbarkeitsfest Beltane
Ist uns die Walpurgisnacht geblieben:
Auf dem Brocken im Harz man einstmals mahne,
Was alljährlich dort die Hexen getrieben.

Anderswo werden Maibäume bewacht,
Gar manches Gartentürchen ausgehängt,
Damit endlich allen der Frühling lacht,
Der die bunten Blumen nach oben drängt.

Mit dem Tanzen schützt die Gemeinschaft
Sich vor diesen üblen Hexenübergriffen,
Weil das dann die eigene Minne schafft,
Dass letzte böse Geister vertrieben.

Zum 1. Mai nach morgendlicher Liebesrunde
Zieht dann dampfender Kaffeeduft durchs Haus
Und zeigt den Bewohnern mit früher Stunde:
Überall treibt Frühling die Blüten heraus.

©Hans Hartmut Karg
2026

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Informationen zum Gedicht: Zum 1. Mai

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01.05.2026
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