Zuerst ein Hauch . . .
Zuerst ein Hauch, . . .
ein sanftes Schweigen,
das leicht auf den Gedanken liegt,
bis Schatten einen Tanz anzeigen,
der sich im Takt des Blutes wiegt.
Es schleicht sich ein durch jeden Spalt,
wenn erst das Licht im Raume bricht.
Das Schweigen macht die Herzen kalt,
denn Frieden bringt die Leere nicht.
Das Pochen in den eignen Ohren
wird zum Orkan, der heftig stürmt,
man fühlt sich hilflos und verloren,
weil Dunkles sich bedrohlich türmt.
Was eben noch wie Trost erschien,
wird nun zur Angst, die zu dir spricht.
Man will vor diesem Lärm entfliehen,
der stumm die Zuversicht zerbricht.
Die Stille kann laut schreiend sein,
so mächtig, schwer und ungeheuer.
Erstickend selbst den sanften Schein,
brennt sie so heiß wie wildes Feuer.
© Birgit Klingebeil
[2026]
Das könnte Sie auch interessieren