Wortquellen

Ein Gedicht von Klaus Lutz
Die Welt und das Leben. Der Tag
und das Theater. Der Clown und
der Teufel. Und dann der Mensch.
Das alte Hemd. Die billigen Schuhe.
Die falsche Perücke. Und dritte
Zähne. Die Zeit der Fehler.
Dann das Leben. Ohne Hunger.
Ohne Armut. Ohne Krieg. Frieden
aber mit Fehlern. Und Träume die
sagen: "Danke"

Der Wein und das Wasser. Das
Fleisch und der Brei. Die Stille.
und der Lärm. Das Holzbein.
und der Marathon. Und dann
der Mensch. Die komische Frau.
Das kleine Haus. Das alte Sofa.
Und die Migräne. Die Tage der
Zweifel. Dann das Leben. Ohne
Folter. Ohne Zensur. Ohne Angst.
Aber kein Paradies. Und Blicke
die sagen: "Schön"

Die Liebe und die Spiele. Das
Lied und die Trauer. Die Reise
und das Gefängnis. Die Flügel
und das Chaos. Und dann der
Mensch. Die nervende Arbeit.
Das falsche Buch. Das fade
Bier. Und keine Sprache. Die
Nacht ohne Schlaf. Dann das
Leben. Ohne Könige. Ohne
Militär. Ohne Filme. Und
Hosen die einfach sagen: "Lebe"

Ich trinke Wein am Strand. Ich
male Brüste an die Decke. Ich höre
Lieder von den Türen. Ich sende
Träume in die Kriege. Ich backe
Kuchen in die Wand. Und die Welt
geht baden. Die Zeit will boxen. Der
Tag kann zaubern. Und ich koche
Eier. Und mache Knödel. Und hole
Nudeln. Und putze den Schrank.
Und häkele Socken!!

(C) Klaus Lutz

12.9.2026

Informationen zum Gedicht: Wortquellen

25.10.2026
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