Worten unreflektiert Glauben schenken

Ein Gedicht von Ingrid Baumgart-Fütterer
- Fiktion -
-1-
Aus zuckersüßer Stimme
triefen Worte wie Honig,
die sie jedem ums Maul schmiert,
den sie für ihre Zwecke
nutzbringend einspannen will.
-2-
Auf ihr süßes Gesäusel
fallen Menschen schnell herein,
lassen sich gern einlullen,
fühlen sich gebauchpinselt,
in ihrem Ego gestärkt.
-3-
Vor Verzückung sind sie taub
für alle Untertöne,
hören nur, was sie wollen
fallen auf Worte herein,
Enttäuschung kommt auf sie zu.

Informationen zum Gedicht: Worten unreflektiert Glauben schenken

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15.04.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Ingrid Baumgart-Fütterer) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.