WIRkung

Ein Gedicht von Andreas Herkert-Rademacher
Grundrecht? Nun, das klingt zuweilen
leider überaus banal.
bitte lest aus diesen Zeilen:
die Vermutung ist fatal!
Dieses Anrecht hierzulande
ist ein allerhöchstes Gut
und es wäre eine Schande,
hätte niemand hier den Mut,
dafür lautstark einzutreten,
auch an öffentlichen Plätzen;
aufzustehen, ungebeten.
Dass dies geht, gilt es zu schätzen.
In das Grundgesetz geschrieben
steht: Versammlungen erlaubt.
Gut? Das wäre untertrieben,
sehr viel besser, als ihr glaubt!
Der Artikel ist entscheidend 
und er sollte sich nie ändern,
denn man blickt zu uns, beneidend,
aus so viel zu vielen Ländern: 
wenn sich viele Menschen dort 
in Gruppierungen versammeln,
schleppt man sie zumeist schnell fort,
und nicht wenige vergammeln
in verdunkelten Verliesen,
manchmal kann es auch passieren,
dass Soldaten wahllos schießen
und mit Panzern aufmarschieren.
Damit dies vor Ort nicht droht,
nutzt das Recht, dass man euch gab,
denn die Freiheit ist bedroht
und dem Grundrecht droht das Grab.
Bitte friedlich, völlig fraglos,
doch nicht still oder apathisch,
denn erträgt man alles klaglos
bleibt das Land nicht demokratisch!

Informationen zum Gedicht: WIRkung

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28.07.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Andreas Herkert-Rademacher) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.