Winters Regiment
Das Antlitz des Winters am Tag
spiegelt sich im kalten Schein.
Mit Silberreif behaart sein Bart
friert unter ihm die Erde ein.
Jedes Sehnen nach rettender Wärme
unterdrückt sein eisiger Hauch.
Die Sonne ist Zeugin aus der Ferne,
Glut tränt mitleidig aus ihr heraus.
Ein Sturm aus Wut und Traurigkeit
macht sich auf den Weg zur Erde.
Verzweiflung über ihrer Lieben Leid,
weil sie den bitteren Kältetod sterben.
Als erste Feuerfontänen eintreffen,
herrscht bereits arktische Winternacht.
Grün tobende Polarlichter verhelfen
zum Durchhalten dank Sonnes Macht.
Der Blick der Erde zur Seite gesenkt,
ihr Genick gebeugt vor seiner Diktatur.
Harrsch führt der Winter sein Regiment,
eisiger Schatten prägt sämtliche Natur.
Im Untergrund sucht Leben Zuflucht,
was mehrjährig der Eiseskälte trotzt.
Gut vorgesorgt das mit Vorrat versucht,
winterfest den Unterschlupf aufgemotzt.
Erfreut vernimmt die Lebensquelle
wie so resilient ihre Nutznießer sind.
Besonnt beruhigt wieder jede Stelle
damit die Erde wieder sich begrünt.
Des Winters Härtezeit ist kreisbedingt.
Ein Kompromiss mit Gegebenheiten,
weshalb im Universum alles schwingt,
selbst Sonne und Winter wellenreiten.
© meteor 2025
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