Wie wenig

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Ein Streifen Sonne
auf dem Boden.
Meine Füße darin.

So saß ich,
ohne auf etwas zu warten.

Ich hatte aufgehört,
den Tag zu tragen.

Nichts in mir
griff nach dem nächsten Augenblick.

Sogar die Sehnsucht
hatte sich gesetzt.

Mein Atem kam und ging.
Wie wenig es brauchte,
hier zu sein.

Dann strich ein Schatten
über meine Finger,
und die Straße wurde wieder laut.

Ich stand auf,
und meine Füße verließen das Licht.

Unter den Sohlen
verklang die Wärme.

Informationen zum Gedicht: Wie wenig

03.11.2026
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