Werte und Sinnestrug

Ein Gedicht von Wolfgang Scholmanns
Ewiger Fluss,
Quelle vor Schöpfung Kraft,
entspringt Geburt, die Daseinswandel schafft.
Kindheit, unberührt und frei,
noch bläst der Frühlingswind, im jungen Mai,
der hin zum Sommer strebt, der Jugend Traum,
sich bald die Reife zeigt, an Sturm und Dranges Saum.
Herbstbunt, im wilden Flug,
verweht sind Leidenschaft, Werte und Sinnestrug.
Standhaft im Wandel, für den Kampf bereit,
des Weges Handel, wechselt schnell sein Kleid.
Winters Frost, wo Tatendrang erstarrt,
löst feste Knoten, die im Schein verharrt.
Bilder noch, die Mündung weist zum Meer.
Dann schweigt das Leben und die Zeit bleibt leer.

Informationen zum Gedicht: Werte und Sinnestrug

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14.04.2026
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