Wenn Räder leise singen...
Vor vielen Jahren gingst du fort,
ich seh den Tisch noch mit zwei Tassen,
Erinnerung weilt noch an dem Ort,
den wir gemeinsam dann verlassen.
Ich habe dich zum Zug gebracht,
er kam mal wieder viel zu spät,
über Scherze haben wir gelacht,
damit die Wartezeit vergeht.
Ich seh die Menschen um uns her,
die schweigend an uns vorübergehen,
uns beiden fällt das Warten schwer,
die anderen werden`s nie verstehen.
Du stehst am offnen Fenster dort,
dein Auge ruht in meinem Blick,
es fällt so schwer, du musst nun fort-
die Räder singen Stück für Stück.
Der Zug fährt an, ich winke dir,
bald bist du ganz entschwunden,
du findest deine Ruhe fern von mir-
mein Herz bleibt ewig tief geschunden.
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