Wenn das Gipfelkreuz lacht
Hoch über dem Etschtal, im Morgenlicht,
der Gantkofel stolz durch die Wolken bricht.
Vom Gampenpass steigen wir ihn hinauf
und folgen stetig dabei dem Sonnenlauf.
Bergfreude wird im Herzen erklingen,
wenn wir den markanten Berg bezwingen.
In den Haaren spür'n wir die warme Luft
und die Nasen umweht ein harziger Duft.
Sacht steigend führt der Weg uns bergan
und so kommen wir dann am Felix- See an.
Satt grüne Auen liegen im Sonnenlicht,
das sich funkelnd in dem Wasser bricht.
Die kurze Atempause kommt uns gelegen,
sein Anblick kann unser Herz tief bewegen.
Der kleine See empfängt uns mit Stille,
die Natur verwöhnt mit reichlicher Fülle.
Weiter führt der Pfad durch den Lärchenwald,
wo unser Schritt leise auf dem Boden hallt.
Dann öffnet sich weit das felsige Tor,
ein steiler Abgrund tritt plötzlich hervor.
Tief unten liegt Bozen im Sonnenglast,
hier oben vergisst man die Alltagslast.
Die Dolomiten im Osten, ein steinernes Meer,
der Wind weht vom Gipfel kühl zu uns her.
Kein Lärm und kein Eilen, nur Weite und Licht,
was reinen Frieden und Hoffnung verspricht.
Das Gipfelkreuz lacht, wirkt fast wie ein Thron,
ist müden Wanderern der schönste Lohn.
© Birgit Klingebeil
[2026]
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