Wenn Ablenkung erstirbt

Ein Gedicht von jogdragoon
„Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen,
die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen."
Albert Einstein (1879–1955)

*

Töne, Stimmen, Lichter, Farben,
alle Ablenkungen erstarben !

Mit der Stille
kam der Wille
zur reflektierten Erkenntnis des Seins
und des weltlichen Scheins.

Wegschauen ?
Blind vertrauen ?
Nicht mehr andere und sich selbst belügen,
gierig, neidisch im oktroyierten Glauben,
betrügen,
rauben,
schaffen,
raffen.

Ruhig und stumm,
blickte sie sich um.
Mut zog hinfort der Ängste Decke,
so sah sie ihre blinden Flecke.
Alles wurde sichtbar, zusammenhängend, klar,
Wahrheit, Hoffnung und die Gefahr.

Kritische Gedanken nicht mehr verbannt,
offenbart sich all die wahre Not.
Denkend und fühlend wird nun erkannt:

Die Welt wird vom Bösen bedroht,
Eine Bedrohung, weil die Massen,
aus Ängsten, das Böse in sich selbst zulassen !

© jogdragoon
Bibat ex me qui potest

Informationen zum Gedicht: Wenn Ablenkung erstirbt

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12.05.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (jogdragoon) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.