Was die Erde weiß
Ein Gedicht von
Lewin Dunkel
Was die Erde weiß
Unter dem Schnee ruhen die Felder.
Nichts bewegt sich.
Die Hecken stehen schwarz gegen den Himmel,
und selbst der Wind scheint seine Gedanken
für einige Stunden vergessen zu haben.
Doch tief unter der kalten Oberfläche
arbeitet bereits das kommende Frühjahr.
Unsichtbar.
Geduldig.
Vielleicht verhält es sich mit dem Leben ähnlich.
Vieles verschwindet vor unseren Augen,
doch nicht alles geht verloren.
Manches wechselt nur die Gestalt
und setzt seinen Weg fort,
während wir glauben, es sei zu Ende gegangen.
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