Was die Erde weiß

Ein Gedicht von Lewin Dunkel
Was die Erde weiß

Unter dem Schnee ruhen die Felder.

Nichts bewegt sich.

Die Hecken stehen schwarz gegen den Himmel,
und selbst der Wind scheint seine Gedanken
für einige Stunden vergessen zu haben.

Doch tief unter der kalten Oberfläche
arbeitet bereits das kommende Frühjahr.

Unsichtbar.

Geduldig.

Vielleicht verhält es sich mit dem Leben ähnlich.

Vieles verschwindet vor unseren Augen,
doch nicht alles geht verloren.

Manches wechselt nur die Gestalt
und setzt seinen Weg fort,
während wir glauben, es sei zu Ende gegangen.

Informationen zum Gedicht: Was die Erde weiß

04.10.2026
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