Wale

Ein Gedicht von Jürgen Wagner
Millionen Jahre ist es her
Ganze 50 an der Zahl
Der Himalaya war noch nicht
Und es gab noch keinen Wal

Dieser lebte noch auf Land
Ging wie alle gern zu Fuß
4 Beine trugen ihn, 4 Zeh‘n
Doch er hatte auch Verdruss

Ob der großen Hitze Indiens
Blieb er lieber an den Seen
War lang und oft und gern im Wasser
Konnte gut darinnen geh’n

Ein winzig kleines Flusspferd, schlank
So stell‘ man sich das Wesen vor
Es tauchte immer besser, länger
Kam nur noch kurz zur Luft empor

Aus seinen Beinen wurden Flossen
Es ging nicht mehr zurück ans Land
Es freute sich und blieb im Wasser
Ein starker Kreislauf hielt dem stand

Bis heute ist es dort geblieben
Und erfreut die ganze Welt
Mit Sanftmut, Herz und frohen Sprüngen
Wie sein Leben ihm gefällt

Schon immer konnte es gut hören
Selbst unter Wasser war’s famos
Es fing dann Lieder an zu singen
Auch für uns Menschen grandios

Hunderte von Kilometer
Sind dieselben noch zu hör’n
Die Männer suchen so die Frauen
Mit ihren Unterwasserchör’n

Aus den einstens kleinen ‚Pferdchen‘
Wurden Riesen vieler Art
Die wir Menschen sehr bestaunen
Und bejagen viel und hart

Bis heute wandern sie durch Meere
Tausende von Meilen weit
Damit dies auch in Zukunft bleibe
Braucht es uns’re Tätigkeit

Informationen zum Gedicht: Wale

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23.04.2015
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