Verspielte Berge

Ein Gedicht von Klaus Lutz
Gestern wurde ein Berg zum Menschen.
Jetzt spielt der Mensch. Trinkt mit der
Zeit einen Wein. Redet mit dem Tag
über Suppe. Liebt das Denken wie
Frauen. Malt mit der Phantasie nur
Äpfel. Lebt den Traum wie ein Hut.
Und sieht die Liebe als Uhr. Und nutzt
jede Sekunde!

Gestern wurde ein Berg zum Menschen.
Jetzt sieht der Mensch. Hört mit dem
Leben ein Lied. Redet mit der Sprache
über Mikado. Hört eine Geige wie ein
Lächeln. Fühlt mit dem Kaffee einen
Sturm. Kennt die Zukunft einer Erbse.
Duscht vom Leben alte Träume. Und
der Fuß lebt wieder!

Gestern wurde ein Berg zum Menschen!
Jetzt reist der Mensch. Und lebt Wege
zum Süden. Jeder Blick wie Brücken.
Lieder wie ein Herz. Pillen wie Wiesen.
Sterne als Köche. Sehen, dass Stürme
besiegt. Spiele, die der Zirkus lehrt.
Und der Zauber, der wieder hilft!

Gestern wurde ein Berg zum Menschen!
Jetzt raucht er Pfeife. Redet über
Aspirin. Und eine Diät. Und einen
Tanzkurs. Und Diebe. Und Schwindler.
Und Betrüger. Und Mönche. Und
Sünden. Und wie der Himmel siegt.
Und dass der Mensch gut ist. Wenn
die Phantasie nicht stört!

(C) Klaus Lutz

17.8.2026

Informationen zum Gedicht: Verspielte Berge

6 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
03.09.2026
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.