Veränderung der Weinberge

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Veränderung der Weinberge

Da stehen sie alle in Reih' und Glied,
Die Stöcke wachsen den Steilhang hinauf,
Wo der Winzer endlich das Spritzen vermied,
Weil mit Grünwuchs er dort füllte auf.

Jetzt sieht es da wieder lebendig aus,
Von unten her spiegelt der Fluss:
Man will mit der Ernte ja teuer hinaus:
Die Natur sei aus einem Guss!

Denn gefragt sind sie, die Bioweine,
Man will dazu weniger Alkohol,
Keinen Schwefel, denn Gesundheit alleine
Führt so zu des Zechers leiblichem Wohl.

Deshalb rackert man sich gerne ab,
Wo der Kunde als König regiert,
Speckt die Chemie dabei mächtig ab,
Weil das zum Kaufanreiz führt.

So steht mancher Weinberg, grün verwöhnt,
Winzer mähen selten die Gräser,
Haben sich so mehr mit der Natur versöhnt
Und heben zufrieden die Gläser...


©Hans Hartmut Karg
2020

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Informationen zum Gedicht: Veränderung der Weinberge

17 mal gelesen
31.07.2020
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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