Unversehrt

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Der Kuchen
ist unversehrt.

Das ist das Traurigste.

Keine Gabelspur,
kein schiefer Schnitt,
kein Finger
im Zuckerrand.

Nur ich
am Tisch,

zu wenig Anlass
für Besuch,
zu viel Mensch
für diese Stille.

Die Kerze
liegt daneben,
noch weiß,
noch nutzlos,

ein kleines Versprechen,
das niemand einlöst.

Informationen zum Gedicht: Unversehrt

2 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
30.06.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Chandrika Wolkenstein) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.