Unter weißen Flügeln

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Die Dörfer sitzen
wie Nester
in den Astgabeln der Täler.

Der Wind zupft Rauch
aus den Schornsteinen,
rupft das warme Futter
in grauen Büscheln
aus den Häusern.

Die Fenster werden dunkel.
Schnee sammelt sich
an den Rändern der Dächer,
sinkt in die Höfe.

Unter den Balken
rückt der Atem zusammen.

Was sich oben niederlässt,
hat das Gewicht
eines großen Vogels.
Aber keine Wärme.

Informationen zum Gedicht: Unter weißen Flügeln

20.10.2026
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