Unter der Stachelhaut

Ein Gedicht von Helga
Grün und voller spitzer Stacheln,
hängt sie oben auf dem Baum,
wer sich ihr nähert, spürt den Schmerz,
verborgen bleibt das weiche Herz.

Fällt sie runter durch den Wind,
und die harte Schale bricht,
sieht ein jedes Menschenkind:
Da kommt weicher Glanz ans Licht.

Genauso ist es oft im Leben:
Der Mensch baut gern sich eine Mauer,
um sich ein Stückchen Schutz zu geben,
und bleibt dahinter dann auf Dauer.

Wer seine Stimme laut erhebt,
und sich versteckt im harten Schein,
hat oft in Angst und Schutz gelebt -
doch wünscht sich, weich und nah zu sein.

Erst wenn wir die Angst verlieren,
und die Maske fällt herab,
kann man uns als Menschen spüren -
und die Einsamkeit nimmt ab.

Informationen zum Gedicht: Unter der Stachelhaut

23.10.2026
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