Unter der Haut

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Hoffnung,
zu lange offen,
wird wund.

Sie sitzt unter der Haut,
klein genug,
um nicht entfernt zu werden,
groß genug,
um jeden Atemzug
zu kennen.

Du gehst durch den Tag
mit geschlossenem Gesicht.

Innen pocht etwas weiter.

Nicht Zukunft.
Nicht Trost.

Nur diese eine Stelle,
die nicht heilt,
weil etwas in ihr
weiter blutet.

Informationen zum Gedicht: Unter der Haut

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22.06.2026
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