Unter dem Schnee
Ein Gedicht von
Lewin Dunkel
Unter dem Schnee
Die Felder lagen still.
Schnee bedeckte die Wege, die Gräben und die Steine, bis alles denselben hellen Ausdruck trug.
Nur die dunklen Kronen der Bäume ragten in den Himmel.
Es war schwer zu glauben, dass unter dieser Kälte Bewegung herrschte.
Und doch arbeitete die Erde weiter.
Verborgene Wurzeln, schlafende Samen, unsichtbare Kräfte.
Vielleicht, dachte ein alter Gärtner, ist auch der Tod nur eine solche Schicht, unter der etwas ruht, das noch keinen Namen besitzt.
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