Unerfüllt
Unerfüllt
Unerfüllt mag in den früheren Zeiten
Eine Liebe mit einziger Muse den Dichter
In Sehnsuchtshöhen zurückgelassen haben.
So konnte, so durfte er seine Verse bereiten,
Wurde wohlgesetzt zu einem Wortgewichter,
Musste doch leidend in Seelentiefen graben.
Das Unerfüllte braucht heute nicht mehr zu sein,
Lenden darf man in fairen Begegnungen fassen
Und das Wertvollste freier als früher lieben.
Bleiben dann Zwei dennoch für sich allein,
Verrinnen die vielen Jahre mit Verseverfassen:
Lässt sich wahre Liebe wirklich aufschieben?
©Hans Hartmut Karg
2026
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