Und ich seh tausend Mädchen die bluten ..

Ein Gedicht von Ludwig .. Louis .. Weber
Mitten drin .. im Schattenmond
.. die Stimme die das Schweigen bricht
im Ort wo keine Liebe wohnt
.. schlägt mir die Wahrheit ins Gesicht

Und ich seh tausend Herzen die schlagen
.. die Gesichter erkenne ich nicht
tausend Stimmen die hoffnungsvoll sagen
.. bitte .. Louis .. schreib für uns dies Gedicht

Und ich seh tausend Sterne die flüstern
.. sie erzählen vom Leid und der Not
von der Gier und den falschen Gesichtern
.. ihrer Macht und dem fehlenden Brot

Und ich seh tausend Tonnen Getreide
.. die man sinnlos in Meere versenkt
um die Preise zu halten im Streite
.. und den hungernden deshalb nicht schenkt

Und ich seh tausend Priester in Kutten
.. mein Verstand kann es einfach nicht fassen
machen Knaben zu männlichen Nutten
.. meine Seele beginnt sie zu hassen

Und ich seh tausend Kinder behindert
.. ohne Hoffnung in ihrem Gesicht
niemand da der ihr Schicksal heut lindert
.. ihre Eltern bekümmern sich nicht

Und ich seh tausend Mütter gebären
.. neues Leben legt man zu dem Schrott
denn der Himmel er lässt sie gewähren
.. schau ich hoch .. und verzweifele an Gott

Und ich seh tausend Mädchen die bluten
.. dessen Papa sie immer geglaubt
denn er zählte für sie zu den Guten
.. bis er sie ihrer Unschuld beraubt

Und ich seh die gebrochenen Herzen
.. die vor Kummer dem Leiden entfliehen
deren Körper geplagt von den Schmerzen
.. in die ewigen Jagdgründe ziehen

Wir alle leben in dieser Welt
.. dem Ort wo keine Liebe wohnt
auch wenn es uns hier nicht gefällt
.. mitten drin im Schattenmond

... Louis ...

Informationen zum Gedicht: Und ich seh tausend Mädchen die bluten ..

805 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
29.08.2013
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.
Anzeige