Treppengang
Ich sitze auf meiner Lebenstreppe,
in ihrer Mitte irgendwo ich ruh'.
Unter mir ist meine Stufenstrecke,
könnt' sie abzählen, doch wozu?
Meine Neugier richtet sich nach oben:
Wieviele Stufen mir wohl noch bleiben?
Zurück im Blick liegen Lebensproben,
auf meine Weise sind sie mir zu eigen.
Längst reflektierte ich mein junges Ich,
seh' mich seitdem doch gut gewandelt. Akzeptiere, damals konnte ich das nicht,
Perspektiven step by step hochgehangelt.
Ging gern manch Stufe ein zweites Mal,
mit dem Wissen des ersten Versuchs,
und sei es nur als Auffrischungsritual,
als Ermunterung, Erinnerungsgeruch.
Nenne mich nicht weise, nicht altklug.
Zauber wohnt nicht nur im Neuanfang,
er saß stets mit in meinem Lebenszug,
reist mit mir bis zum Treppenausgang.
© meteor 2026
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