Tausend Lieder

Ein Gedicht von Lilly Lime
Tausend Lieder

Tausend Wege hab ich bezwungen,

tausend Lieder komponiert,

mit dem Drachen gekämpft

und mit den Feen gesprochen,

doch am Ende des Tags

bleibt nichts übrig - als die triste Welt,

nackt und leer …

Wo sind all die Wälder, die Wilden Wege?

Wo sind die Feen und die Drachen,

wo ist der Sturm?

Nichts als die Welt ohne Farbe,

die Straßen aus Beton und Asphalt -

die Wälder gefällt

und die Vögel flogen davon …

Wo sind jene Schiffe,

die unsre Häfen verließen?

Wann kehren sie zurück?

Keiner fragt mehr nach ihnen

und die Welt ist vergessen -

- dort draußen,

seitdem es nichts mehr zu entdecken gibt …

Tausend Verse sang ich einst,

über Nixen und Helden,

über Drachen und kämpfende Maiden,

tausend Stunden stand ich an jenem See/(Brunnen)

und sah in die Tiefe,

tausend Rätsel wollte mein Herz entschlüsseln

- und von den großen Fahrten berichten/(sprechen?) …

Doch ihr Lied ist verklungen, die Asche kalt

an den Lagern und auf den Wiesen/(Feldern?) -

keiner kehrt mehr zurück - der Weg verloren(,)?

ins Reich der Elfen und Nixen …

alle Geschichten gesungen,

die Welt ist grau,

und wir vergessen was war .../ [ ]



29. Juni 2020

copyright @Lilly Lime

Informationen zum Gedicht: Tausend Lieder

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16.05.2022
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Lilly Lime) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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