Taubengurren

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Taubengurren

Naja, der Nimbus der Turteltauben
Hat dazu geführt, dass man sie mag.
Sie wissen das, weil sie meistens glauben,
Aufwecken dürfen sie uns jeden Tag.

Doch manches Mal wird es uns zu viel,
So schlafen wir mit geschloss'nen Rollos,
Denn nicht jeden Tag ist es unser Ziel,
Früh zu erwachen – in Abrahams Schoß...

Dann brüten Tauben auch auf dem Dach,
Gar unter der Photovoltaikanlage.
Das bringt uns tatsächlich viel Ungemach,
Weil kein Modul eine Störung ertrage.

Nicht jedes Locken bringt Freude und Liebe,
Nicht jedes Gurren frohe Welt auf Trab,
Denn auch ein Tier lebt meist seine Triebe,
An denen ich nicht immer meine Freude hab'.


©Hans Hartmut Karg
2021

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Informationen zum Gedicht: Taubengurren

28 mal gelesen
03.05.2021
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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