Tanzender Stern

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
„Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern zu gebären.“ Friedrich Nietzsche


Lass dir dein Chaos
nicht nehmen.
Es ist nicht nur Verlust,
es ist auch Ursprung.

Fürchte nicht das Wilde in dir,
nicht den Widerstreit,
nicht die Stunden,
in denen alles unfertig ist.

Es darf in dir rauschen.
Manchmal braucht es Unruhe,
damit etwas sich regt.
Manchmal braucht es Brüche,
damit Licht einfällt.

Manchmal ist es genau das,
was in dir drängt, kippt, flackert,
was dich verwandelt.

Vielleicht kreist in deinem Inneren
schon lange
ein tanzender Stern,
noch namenlos,
noch fern,
schon bereit,
geboren zu werden.

Informationen zum Gedicht: Tanzender Stern

13.04.2026
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