Sturm und Stille

Ein Gedicht von Marcel Strömer
Nicht um Schmuck nenn ich dich,
sondern weil dein Wirken alle Welt durchdringt;
Wort und Tat gehorchen deiner unsichtbaren Hand,
wie Flüsse, die den Ozean suchen.

Du bist Maß und Urteil, Licht und Nacht,
und alles Sein folgt deiner unteilbaren Kraft;
kein Pfeil, kein Schatten, kein Gedanke bleibt verborgen,
wenn du den Kreis deiner Ordnung spannst.

Geborgenheit und Strenge wohnen in dir,
wie Sonne und Mond in ewiger Bahn;
wer sich dir anvertraut, findet Halt,
doch auch Prüfung, die den Geist erhebt.

Ich knie ohne Antlitz, ohne Ton,
und doch erkenne ich dich in jedem Atemzug;
dein Wille brennt, unsichtbar und klar,
und führt das Herz durch Sturm und Stille zugleich.


© Marcel Strömer
[Magdeburg, 04.02.2026]

Informationen zum Gedicht: Sturm und Stille

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04.02.2026
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