Stumme Zweifel
Ein Gedicht von
Jesse lee
Stumme Zweifel
Eine Nachtigall hat in der Stille der Nacht
einen alles durchdringender Gesang entfacht.
Selbstvergessen lauschte ich dem Gesang,
betörend angenehm, ein fantastischer Klang!
Die schmelzenden Töne, mir wohl zur Lust,
verwirbelten mein Herz in meiner Brust.
Die Nachtigall sang lustvoll ihr Lied,
singend und fröhlich, meine Seele entflieht.
Ein musikalisches Feuerwerk, eine Sinfonie,
traumschön verschmolzen in Harmonie.
Romantisch, explosiv; mal laut, mal leise,
Körper und Geist, eine himmlische Reise.
„Liebt euch in grauen Zeiten,
liebt euch, wenn die Sonne scheint.
Mein Gesang wird euch stets begleiten,
wenn ihr euch vereint!“
Ich wollte mit der Nachtigall tauschen,
müsste mich dann selbst belauschen.
Ein Lied von mir in flammender Pracht?
Verklärt hat sich für mich die Nacht!
Doch die Nachtigall setzt auf ihre Lieder,
probiert es immer und immer wieder.
„Du wähntest meinem Gesang zu lauschen!
Warum nur willst du mit mir tauschen?
Bist du mit deinen Träumen allein,
musst du dich von Pein befreien!
Was kannst du am besten von beiden?
Das Singen oder das Schreiben?
Sie hat gesungen bis zum Morgentau,
entfloh dann fächelnd ins´ Himmelblau.
Aus der Ferne schallt es hörbar zurück,
die Nachtigall und ihr Liebesglück.
Eine Nachricht hat sie heimlich versteckt,
Träume und Wünsche in mir neu geweckt.
„Wenn deine Liebste zu dir spricht,
zweifle an meiner Liebe nicht!
Diese Worte in Flammen gehüllt,
dein Liebesglück hat sich erfüllt.“
Die Nachtigall hat es gewusst,
das Dichterherz in meiner Brust
fängt rhythmisch an zu schlagen,
habe keinen Grund zu klagen!
Möchte nicht mehr darauf verzichten,
für meine Liebste neu zu dichten.
Ich bin befreit von meiner Pein,
will dein allerliebster Vogel sein.
Will allein für dich nur schwärmen,
lass mich deinen Körper wärmen,
dass du mir Verzückung schenkst
und ewig nur an mich noch denkst!
©JesseLee
Februar 2026
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