Stimme des ersten Mai

Ein Gedicht von Claudia Behrndt
Wir stehn vereint, Schulter an Schulter,
der Morgen ruft: Jetzt zählt das Wir.
Kein Schritt zurück, kein stilles Dulden
der Macht, die meint, sie herrsche hier.

Aus Arbeit wächst kein Unterwürfig-sein,
sie schenkt ein Recht, das niemand nimmt.
Wir sind die Kraft, wir sind das Schaffen,
das laut nach Brot und Würde stimmt.

Der erste Mai trägt rote Spuren,
von Mut, der nie im Staub vergeht.
Solang wir uns zusammen schwören,
bleibt keine Kette, die besteht.

So klingt der Mai durch alle Zeiten,
ein Lied, das keine Macht zerbricht.
Wir gehen fort - doch unsre Schritte,
erlöschen nicht im Morgenlicht.

© Claudia Behrndt
01.05.2021

Informationen zum Gedicht: Stimme des ersten Mai

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Mai
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01.05.2026
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