Stillstand im Schneesturm "Elli"

Ein Gedicht von Claudia Behrndt
Der Himmel wirft sein weißes Eis,
die Nacht verriegelt jedes Haus.
Der Wind singt kalt vom Blitzeis,
die Straßen schweigen, still und aus.

Der Tag trägt ein Sturmgesicht,
die Welt hält an, bleibt leise im Haus.
Die Flocken blenden jedes Licht,
der Schritt wird vorsichtig hinaus.

Vom Arbeit befreit, ein leiser Sinn,
der Morgen bleibt mir heute frei.
Ich atme Winter, tief darin
und lass den Sturm am Fenster vorbei.

Bleib nah bei dir, geh nicht hinaus,
der Winter ruft mit strengem Haus.
Wer fahren muss, fahr leise und sacht,
denn Schnee hat heute Wacht gemacht.

So schließt der Tag im Schneekleid zu,
die Zeit wird langsam, weich und weit.
Im weißen Lärm ruht Herz und Ruh,
der Tag schenkt mir nun Allezeit.

© Claudia Behrndt
09.01.2026

Schnee-Sturm-Warnung „Elli“ ist in Deutschland angekommen

Informationen zum Gedicht: Stillstand im Schneesturm "Elli"

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09.01.2026
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