Spuren verwehen

Ein Gedicht von Wolfgang Scholmanns
Leis weht der Wind durch Lichtgespenster, sanft zitternd winkt der Spinne Kunst,
ein letzter Schatten streift das Fenster,
im Abschied liegt der Sonne Gunst.

Stummer Griff nach den Abendstunden,
das Sichelbild des Mondes lacht.
Fuchs und auch Dachs auf Beuterunden,
des Todes Atem ist erwacht.

So liegt in Stunden die vergehen,
zur Nacht manch letzter Augenblick.
Des Raubtier's Spur wird bald verwehen,
der Tag erwacht, kein Weg zurück.

Informationen zum Gedicht: Spuren verwehen

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12.04.2026
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