Sonderbar

Ein Gedicht von Birgit Klingebeil
Gerade noch Trubel und Heiterkeit,
macht sich die Stille nun wieder breit.
Kein helles Lachen, kein Wort, kein Klang.
Und auch kein Rufen den Flur entlang.

Es ist wie an allen anderen Tagen
und daher kaum ein Grund zum Klagen.
Dem Verstand ist dies natürlich klar;
doch nimmt das Herz es anders wahr.

Schwer fällt, auf unbestimmte Zeit,
die Leere und auch Einsamkeit.
Selbst Tränen fließen dabei mal
und lindern leise meine Qual.

***

Merkwürdig, dass man sich so quält;
das Alleinsein ist doch selbst gewählt!
Ist das der Mensch an und für sich?
Oder bin so absonderlich nur ich?



© Birgit Klingebeil
[2023/2026]

Informationen zum Gedicht: Sonderbar

09.03.2026
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