Sommerregen
Sechsundreißig Grad sonnen mich sanft,
wickeln mich in Trägheit ein - so warm,
die Hitze um mich wabert und dampft,
dann pieksen kühne Tropfen den Arm.
Eine leichte Brise streichelt mich,
kühlt freundlich meine noch warme Haut,
zärtlich liebkost, umschmeichelt fühl' ich
wie sich mir Gänsehaut aufgebaut.
Der Regen schenkt seinen eignen Duft,
vermischt ihn mit dem der Pflanzenwelt,
berauschend schmeckt die nun frische Luft,
mein Herz es tanzt, weil es ihm gefällt.
Kühle Schauer wandern auf und ab,
verjagen Trägheit aus den Knochen,
halten mein tanzendes Herz auf Trab,
lassen es weiter freudig pochen.
Die Stechmücken haben sich versteckt
und verziehen sich in Sicherheit.
Das Wetter hat noch was ausgeheckt,
malt 'nen Regenbogen groß und breit.
So schenkt mir dieser Sommerregen,
Kühle, Frische, Freude, Energie,
für mich ein wahrer Sommer-Segen,
ein Streich von 'nem göttlichen Genie.
Thomas
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